Wickel und Kompressen
Ihre Anwendung kennt man vor allem aus der Wasser- und Kräuter-Heilkunde. Sie werden zur Besserung unterschiedlichster Beschwerden eingesetzt und kalt, warm oder heiß appliziert, zum Teil unter Hinzugabe von Kräutern.
Sie wirken sich aufgrund der gewählten Temperatur förderlich auf die Durchblutung aus, können den Stoffwechsel anregen, und durch jeweils zugesetzte Kräuter, ätherische Öle etc. lassen sich damit gezielt Impulse setzen, und die Selbstheilungskräfte des Körpers können angeregt und unterstützt werden.
Die Wirkungen von Wickeln, Kompressen etc. haben überdies noch psychisch vorteilhafte Komponenten. So kann sich der Patient z. B. durch die Ruhephase während der Einwirkung entspannen und erholen.
Ich biete meinen Patienten gerne an, ihnen die erste Anwendung in meiner Praxis so zu erläutern, dass sie danach in der Lage sind, weitere Anwendungen zuhause selbst durchzuführen.
Wer auf den professionellen, persönlichen Service in der Praxis nicht verzichten möchte, kann sich natürlich auch weitere „stressfreie“ Anwendungen bei mir gönnen.
Kalte Wickel und Kompressen
Anwendungsgebiete:
- Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen, Gelenkschmerzen
- akute Entzündungen (Hals, Knie, Brust …)
- Sonnenbrand, Verbrennungen, Insektenstiche
Abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd werden sie als kalte Varianten eingesetzt. Sie sorgen bei Verstauchungen, Prellungen u. ä. dafür, dass aus verletzten Gefäßen weniger Blut ins Gewebe austritt und wirken kühlend (Hitze ableitend).
Die bekanntesten Anwendungen dieser Art: Wadenwickel, Quarkwickel und Essigsocken.
Warme und heiße Wickel und Kompressen
Anwendungsgebiete:
warme Wickel:
- Husten, Schnupfen, Stirn-, Kieferhöhlenentzündung
- Nervenschmerzen
- Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen
heiße Wickel:
- Bauchschmerzen (Blähungen, Verkrampfungen, Menstruation …)
- schmerzhafte Nacken- u. Rückenverspannungen
- Unterstützung der Leberfunktion
Die Muskeln entspannen besonders gut bei warmen Anwendungen, sie haben krampflösende Wirkung und fördern die Durchblutung. Wie warm bzw. heiß das Material angewendet wird, hängt von der genauen Indikation und ebenfalls von der Befindlichkeit und Sensibilität des Patienten ab, außer bei Kindern, die ausschließlich warm und nicht heiß behandelt werden.
Anwendungs-Beispiele: Kartoffel- und Leberwickel, Stirn- und Nasenkompressen mit Leinsamen.